Kerzerlschlucker : bigotte, oft konservative Person



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Kerzerlschlucker

der
[ Keazlschlucka ]
bigotte, oft konservative Person


Art des Wortes: Substantiv

Erstellt von: fluestertuete am Nov.2006


Links: Kerzerlschlucker Österreichisches Wörterbuch : Kerzerlschlucker

  
Nov.2006
-2    von JoDo
Mit der Parteizugehörigkeit hat das nicht wirklich etwas zu tun.
Jun.2007
-5    von stanton
Jun.2007
+2   von eska
Oct.2007
+5   von Russi
Jun.2009
+2   von klaser
Jun.2009
+5   von klaser
Jun.2009
-1    von System
S.K.


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sehe das anders:

frömmelnde, bigotte Menschen verdienen sich dieses Attribut! mit der Parteizugehörigkeit hat das nicht wirklich etwas zu tun.
wort-4997-at-Kerzelschlecker.html
wort-7963-at-Sakristeiwanzn.html
von JoDo am Nov.2006

 
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Ergänzung

Wald/Weinviertel: "Kerzlschlucker" wird abwertend für Menschen verwendet, die überdurchschnittlich oft Kirche oder Priester aufsuchen und sich auch manchmal als Laien betätigen, zumeist auch scheinheilig sind. In der Öffentlichkeit überkristlich und privat eher dem Gegenteil entsprechen.
von Marktroland am Jun.2009

 
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Übersetzung verbessert-

daher neu beurteilt.
von klaser am Jun.2009

 
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Kerzenschlucker habe ich noch nie gehört, während Kerzenschlecker doch schon eher bekannt sein dürfte.
Marktroland hat es m.M. wieder genau auf den Punkt gebracht.
von System am Jun.2009

 
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Zumindest würde ich aus gesundheitlichen Gründen eine Kerze eher lecken als schlucken wollen.


von System am Jun.2009

 
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KerzelSCHLICKA,

so habe ich das im Ohr. Schlicken heißt Essen, wobei der Anklang an Schlucken recht deutlich ist. Daher kommen mir sowohl Kerzerlschlucker als auch Kerzerlschlecker als akzeptable Übertragungen ins Hochsprachliche vor, wobei natürlich gesundheitliche oder sonstwie logische fundierte Überlegungen unbeachtet bleiben.
von klaser am Jun.2009

 
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Tja..

Kerzlschlicka
von System am Jun.2009

 
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Naja, Eis schlecken und schlicka ist bei mir doch noch ein Unterschied.
Da ich nicht weiß, wie wichtig die Meinung von einem/r gewissen BenutzerIn Klaser hier ist, ist das nur meine bescheidene Überlegung dazu. Sie darf auch getrost unbeachtet bleiben. cubitus Danke für deine Recherche.
von System am Jun.2009

 
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Gregor Bloéb über Franz Jägerstätter:

* »Was mich bis heute fasziniert, ist, dass er kein bigotter Kerzlschlucker war, sondern ein wilder „Raffer“ und – wenn man so will – auch ein „Weiberer“. Er hatte ja auch ein lediges Kind, zu dem er aber gestanden ist. « (Interview mit Tiroler Tageszeitung, 19. 6. 2013, http://2013.theatersommer.at)



*»Ewald Stadler, Rekos-Chef und EU-Wahlkämpfer, vor Gericht über seine Zeit in der FPÖ:
„Ich war der sogenannte Kuttenbrunzer und Kerzelschlucker in der Partie“ « (Kl. Zeitung, 4.Mai 2014)



* »Wer für Schwarz-Grün ist, gilt als Kerzlschlucker. Als Warmduscher. Als Softie. Als Rechter, der früher gern links gewesen wäre, aber so verklemmt war, dass er die Sehnsucht nach dem Anderssein nicht ausleben konnte« (Huber Patterer, Kl. Zeitung 6.12. 04. http://www.ots.at/presseaussendung ; auch zit. in: „Die ökosoziale Wende? Perspektiven und Horizonte einer schwarz-grünen Politik“, 2004, S.9)

von Koschutnig am 04.May.

 


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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